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Therapie

GANZHEITLICHE SCHMERZTHERAPIE

Eine individuelle, optimierte Schmerztherapie ist immer ganzheitlich! Die Behandlung ist meist komplex und besteht aus mehreren einzelnen Behandlungsbausteinen.

Durch den Einsatz ganzheitlicher Therapieverfahren, z.B. der traditionell chinesischen Medizin TCM mit der Körperakupunktur, der v.a. in Europa weiterentwickelten Form der Ohrakupunktur (mit der Möglichkeit, schmerzverursachende Störherde aufzudecken), auch durch den Einsatz elektrischer technischer Hilfsmittel (z.B.TENS), psychischer Begleitkonzepte wie Muskelentspannungsverfahren, oder auch ergänzender Psychotherapie, Behandlungen mit Blüten, manualtherapeutischer Spezial-Konzepte wie Craniosakraltherapie oder auch der Osteopathie, kann das Befinden des Schmerzpatienten entscheidend verbessert werden. Durch eine sinnvolle komplementäre Medizin kann die Schmerzmittelgabe so gering wie möglich gehalten werden. Mitunter erhebliche Nebenwirkungen können auf ein verträgliches Maß gesenkt werden, und die Lebensqualität der gepeinigten Patienten verbessert sich.

Besonders auf die Erforschung der Wirkweise der Körperakupunktur in puncto Schmerztherapie richtet sich inzwischen weltweit das Augenmerk. Erst kürzlich berichteten US-Neurowissenschaftler, warum Akupunktur schmerzlindernd wirkt. Neben den bereits bekannten zentralen Effekten mit verstärkter Endorphinausschüttung kommt einem neu entdeckten Kofaktor, dem lokal vermehrt ausgeschütteten Adenosin, eine besondere Bedeutung zu. Adenosin entsteht beim Abbau von ATP (Adenosintriphosphat)), welches unter Einfluss mechanischer oder elektrischer Stimulation sowie Hitze vom Körper verstärkt gebildet wird. Dieses beim ATP-Abbau frei werdende Adenosin wirkt als Analgetikum, indem es sich an ganz bestimmte Schmerzfasern (an nicht myelinisierende C-Fasern) bindet. Dies wird beim Vorgang des Stechens bei der Akupunktur offenbar auch durch die Drehung der Nadel erreicht. Adenosin wird an der Einstichstelle aktiviert und hat eine dem Lidocain vergleichbare anästhetisierende Wirkung. Inflammatorische als auch neuropathische Schmerzreize können hierdurch signifikant gelindert werden. In der Beweisführung der Adenosin-Wirkung im Tierversuch wurden in der Beweisprüfung Medikamente verabreicht, die den enzymatischen Abbau von Adenosin blockierten. Der Erfolg der Akupunkturwirkung konnte dabei entscheidend verlängert werden.

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